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Tag 1: Anreise (Hahn-Santander)

Die Turbinen heulen auf, ich werde in den Sitz gepresst. Wie ein Pfeil schießt der Airbus A300-800 über die Startbahn des kleinen Hunsrück-Flughafens Hahn. Als die Maschine ihre Startgeschwindigkeit erreicht hat, hebt sie sich sanft und majestätisch in die Luft. Häuser, die eben noch so groß waren, werden zu Miniaturen wie auf dem Brett einer Modelleisenbahn.

Wenige Minuten zuvor ist die Countdown-App abgelaufen: Nur noch 0 Tage, 0 Stunden und 0 Minuten bis zu meinem großen Abenteuer – dem Camino del Norte. Es fühlt sich komisch an, die Familie – die auf der Besucherterrasse dem in den Wolken verschwindenden Flugzug hinterhersieht – für drei Wochen zurückzulassen. So lange war ich noch nie alleine unterwegs, seit ich Frau und Kinder habe.

Im Rucksack, der im Gepäckfach über meinem Kopf gut verstaut ist, liegt ein Brief meines Schatzes. Ich bin gespannt, was darin steht, aber ich soll ihn erst in Santander öffnen, wenn ich angekommen bin. Angekommen. Wann bin ich denn angekommen? Wenn das Flugzeug in Nordspanien gelandet ist? Wenn ich im Hotelzimmer stehe? Wenn ich am berühmten Sardinero-Strand von Santander das erste Mal meine Füße in das Wasser des von mir so geliebten Meeres stecke? Oder vielleicht erst dann, wenn ich nach wochenlangem Fußmarsch tatsächlich vor der Kathedrale von Santiago de Compostela stehe?

Weiterlesen? Der Bericht über meinen Camino del Norte ist jetzt als Taschenbuch und eBook verfügbar: „Der Weg gibt Dir, was Du brauchst!“ – 400 Kilometer zu Fuß auf dem Camino del Norte

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Hi, ich bin descalces. Seit 20 Jahren weitgehend barfuß unterwegs - so oft es geht, auch auf dem Jakobsweg...

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